Politische Jugendbildung – Projektförderung

Konzept

Demokratie lebt von Beteiligung. Gerade die politische Partizipation von jungen Bürgerinnen und Bürgern ist elementar für die Entwicklung der Gesellschaft, sind doch die Kinder und Jugendlichen von heute die Stützen der Demokratie von morgen.

Doch Demokratie und Partizipation müssen gelehrt und gelernt werden – auch in der außerschulischen Jugendbildung. Dabei ist es nicht immer einfach, junge Leute zu begeistern. Den Volkshochschulen als Einrichtungen in öffentlicher Verantwortung kommt vor diesem Hintergrund eine besondere Funktion zu. Sie sind die kommunalen Zentren politischer und gesellschaftlicher Bildung, in denen Lernsettings insbesondere auch für Kinder und Jugendliche angeboten werden.

Nah am Lebensumfeld junger Menschen vermitteln die vielfältigen Veranstaltungen der Politischen Jugendbildung in Volkshochschulen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gesellschaftspolitische Zusammenhänge und Zugänge zu Beteiligungsmöglichkeiten.

Seit 1956 bietet der DVV daher den Förderbereich „Politische Jugendbildung“ an. In diesem Förderprogramm können Sie als Volkshochschule oder Landesverband Mittel für Veranstaltungen der außerschulischen Politischen Jugendbildung beantragen.

Die Zentralstelle für Politische Jugendbildung im DVV fördert jedes Jahr 100 bis 150 Maßnahmen der Volkshochschulen. Bis zu 3000 junge Menschen profitieren davon. Das Projekt wird aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes (KJP) vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert. Es handelt sich somit um ein Projekt der Kinder- und Jugendhilfe, die auf den Wesensmerkmalen Freiwilligkeit, Offenheit und Partizipation junger Menschen beruht.

Zielgruppe: Kinder und junge Menschen im Alter von zehn bis einschließlich 26 Jahren

Förderfähig sind Maßnahmen der politischen Bildung für junge Menschen an Volkshochschulen.
Hierzu zählen

  • ein- oder mehrtägige Veranstaltungen der politischen Bildung für Kinder und Jugendliche
  • Arbeitstagungen für ehren-, neben- oder hauptamtlich in der Jugendhilfe tätige Personen und
  • Modellprojekte.

Inhalte:

Die inhaltliche Bandbreite der Veranstaltungen reicht von Partizipationsförderung im kommunalen Raum bis hin zu Projekten der Geschichts- und Umweltbildung, von interkulturellen Trainings über geschlechterreflektierend Angebote und Schulungen zur Medienkompetenz bis hin zu Präventionsmaßnahmen gegen Gewalt, Menschenfeindlichkeit sowie politischen und religiösen Extremismus – die Spannweite möglicher Themen und Formate ist sehr groß und vielfältig!

Zur Orientierung können Sie sich einige der Praxisbeispiele ansehen. Bei inhaltlichen Fragen berät Sie das Team der „Politischen Jugendbildung“ gerne.

Lernkultur:
Politische Jugendbildung orientiert sich an der Lebenssituation junger Menschen. Sie greift unmittelbare Erfahrungen auf, gibt den Ausdrucksweisen der Jugendkulturen und -szenen Raum, sie fragt nach Träumen, Hoffnungen und Ängsten.

Politische Jugendbildung ist

  • partizipativ – denn sie beteiligt die Jugendlichen am Bildungsprozess
  • emanzipativ – denn sie begreift die Jugendlichen als selbstverantwortlich und regt zu eigenem Denken und Handeln an
  • ganzheitlich – denn sie berücksichtigt den Menschen mit all seinen geistigen, seelischen und körperlichen Fähigkeiten und Bedürfnissen
  • handlungsorientiert – denn sie versteht Wissen, Erfahrung und Kompetenz als Ausgangspunkt des Handelns.

Das Projekt „Politische Jugendbildung“ im DVV wird gefördert durch:

© Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend