19. und 20. November 2018 | Köln

Fachtagung: Digitales Lernen in Grundbildung und Integration

© Nola Bunke
Im Herbst geht das neue Lernportal des Deutschen Volkshochschul-Verbandes online. Das nehmen wir zum Anlass, uns mit den didaktischen und technischen Grundlagen guter digitaler Lernangebote sowie den Erfolgsfaktoren computergestützten Lernens zu beschäftigen. Unser besonderes Interesse gilt dabei dem Potenzial des digitalen Lernens im Kontext Integration, Zweitsprachenlernen und Grundbildung.

Programm

Montag, 19. November 2018
12:00 Uhr – Registrierung und Begrüßungsimbiss

13:00 Uhr – Begrüßung und Eröffnung

Peter Munk, Bundesministerium für Bildung und Forschung

Ulrich Aengenvoort, Deutscher Volkshochschul-Verband e. V.

13:30 Uhr – Vortrag von Prof. Dr. Michael Kerres:
Bildung in der digitalen Welt: Chancen und Herausforderungen für Grundbildung
Der Vortrag skizziert, wie digitale Technik unsere Lebens- und Lernwelten durchdringt, und fragt nach den Implikationen für Bildung. Digitalisierung kommt nicht additiv zu den bisherigen Kompetenzen hinzu, sondern fordert die Bildungsinhalte, -methoden und -institutionen grundsätzlich heraus. Dabei ist die Richtung der Entwicklung offen: „Bewirkt“ die Digitalisierung bestimmte Veränderungen der Bildung? Oder eröffnet die Digitalisierung neue Spielräume für die Bildung, die es auszuloten gilt und die einer gesellschaftlichen Klärung zuzuführen sind? Die Digitalisierung irritiert die gängigen Praktiken der Bildung. Wir sind gefordert, die neuen Spielräume zu erkennen und die Gestaltungsoptionen für die Bildung der Zukunft zu verstehen. Diese Überlegung ist für alle Sektoren der Bildung zu durchdenken; in der Grundbildung aber wird sichtbar werden, ob es gelingt, die Chancen der Digitalisierung für Zugang zu Bildung und zur Teilhabe an gesellschaftlicher Kommunikation tatsächlich in der Breite einzulösen.
© Klaus SchwartenProf. Dr. Michael Kerres ist Inhaber des Lehrstuhls für Mediendidaktik und Wissensmanagement und leitet das Learning Lab der Universität Duisburg-Essen. Er studierte und promovierte in Psychologie an der Ruhr-Universität in Bochum. Nach Habilitation an der Pädagogischen Hochschule Freiburg wechselte er vom Fachbereich Medieninformatik der Hochschule Furtwangen auf eine Professur für Pädagogische Psychologie an die Ruhr-Universität Bochum. 2001 folgte er dem Ruf auf eine Professur für Erziehungswissenschaft der Universität Duisburg-Essen.
14:15 Uhr – Vortrag von Graciela Sbertoli:
Digital competence and adult education
The level of digitalization of our societies is rapidly increasing. Both democracy, national welfare and economic development will increasingly suffer unless we ensure a functional level of digital competence for the whole population. Learning to use mobile devices and digital tools can also make basic learning processes more flexible, adequate and efficient, provided teachers know how to use them. Governments need to take a lead and all stakeholders need to cooperate to create cohesive policies leading to a healthy digitalization of all society, including also low qualified adults and newcomers to the country.
© OeAD-GmbH/APA-Fotoservice/HörmandingerGraciela Sbertoli is currently the General Secretary of the European Basic Skills Network (EBSN), which she launched and whose Executive Committee she chaired until 2017. She has been involved in adult education since 1982, as a language teacher at high-school level and as Director of Research and Development at the Norwegian State Center for Adult Education (SRV). Graciela Sbertoli was Assistant Director at Vox, the Norwegian Agency for Lifelong Learning, Head of the Norwegian EPALE Support Service and represented Norway at EU level as National Coordinator for Adult Learning.
14:45 Uhr – Kaffeepause
15:15 Uhr – Impulsvortrag von Dr. Tobias Thelen:
Künstliche Intelligenz und Bildung – nicht nur für Expert*innen
Gestern noch Science Fiction, heute in aller Munde. Die „Künstliche Intelligenz“ zieht in immer mehr Bereiche des Alltagslebens ein. Auch in die Bildung? Wie verändern sich Lernen und Lehren, wenn Maschinen mehr Tätigkeiten übernehmen, die bislang dem Menschen vorbehalten waren? An Beispielen wird demonstriert, wie Künstliche Intelligenz funktioniert, wie sie in der Bildung eingesetzt werden kann und welche (neuen?) Kompetenzen Menschen benötigen, um die Welt der Maschinen noch zu verstehen.
© René Leon SütfeldDr. Tobias Thelen hat in den 1990er Jahren Computerlinguistik, Künstliche Intelligenz und Philosophie studiert. Seitdem befasst er sich mit der Frage, wie digitale Lernumgebungen individuelle Unterstützung bieten können. Derzeit ist er an der Universität Osnabrück in der Geschäftsführung des E-Learning- und Hochschuldidaktik-Zentrums tätig und lehrt in den Fächern Informatik und Cognitive Science zu Künstlicher Intelligenz und Web-Technologien.
16:00 Uhr – Parallele Sessions
Intelligente Algorithmen im vhs-Lernportal (Katrin Napp, Dr. Tobias Thelen)
Für den Bereich „Schreiben“ setzt das neue vhs-Lernportal intelligente Algorithmen ein, die den Lernenden passende Aufgaben vorschlagen sollen. Dieser Workshop gibt Einblicke darin, was ein solcher Algorithmus tatsächlich leisten kann, und was nicht. Anhand ganz konkreter praktischer Beispiele und mit Bleistift und Papier wird der Algorithmus nachvollzogen. Anschließend stehen die Umsetzung im Lernportal und die Frage im Vordergrund, wo und wie menschliche Tutor*innen ins Spiel kommen.
© René Leon SütfeldDr. Tobias Thelen hat in den 1990er Jahren Computerlinguistik, Künstliche Intelligenz und Philosophie studiert. Seitdem befasst er sich mit der Frage, wie digitale Lernumgebungen individuelle Unterstützung bieten können. Derzeit ist er an der Universität Osnabrück in der Geschäftsführung des E-Learning- und Hochschuldidaktik-Zentrums tätig und lehrt in den Fächern Informatik und Cognitive Science zu Künstlicher Intelligenz und Web-Technologien.

Katrin NappKatrin Napp ist Dipl. Sozialpädagogin und Magistra Artium (Erziehungs-, Politik- und Medienwissenschaften) und betreut als Projektmanagerin auf Seiten der DigiOnline GmbH das vhs-Lernportal. Sie arbeitet seit den 90er Jahren zum Lernen und Lehren mit digitalen Medien, Schwerpunkt ihrer Arbeit ist seitdem die Konzeption und Umsetzung von Lernplattformen und Blended-Learning-Szenarien für unterschiedliche Zielgruppen von der Grundbildung Erwachsener bis zur betrieblichen Weiterbildung.
Kompetenzmessung und Prüfung mit digitalen Medien (Jun.-Prof. Dr. Ilka Koppel, Stephan Schampaul)
Ilka Koppel zeigt in ihrem Impulsvortrag Methoden zur Diagnose grundbildungsbezogener Kompetenzen mithilfe digitaler Medien auf: Neben den zielgruppenspezifischen Charakteristika sind dabei sowohl institutionelle/technische Rahmenbedingungen als auch Aspekte der Gebrauchstauglichkeit zu berücksichtigen. Unter Einbezug aktueller Forschungsergebnisse wirft der Vortrag einen interdisziplinären Blick auf den gelingenden Einsatz computerbasierter Diagnoseinstrumente.
Stephan Schampaul stellt ein Pilotprojekt der telc gGmbH vor, die eine erste digitale, an den GER angelehnte Sprachprüfung entwickelt: telc English A2-B1 From School to Job. Was zeichnet die digitale Prüfung gegenüber Papier-und-Bleistift-Prüfungen aus? Welche Perspektiven bietet das digitale Prüfen? Diese und andere Fragen werden im Vortrag beantwortet.
Anschließend gehen beide in die Diskussion mit dem Publikum und Vertreter*innen aus der Praxis.
Ilka KoppelJun.-Prof. Dr. Ilka Koppel ist Juniorprofessorin für allgemeine Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Erwachsenenbildung an der PH Weingarten. Sie lehrt und forscht zum Thema Alphabetisierung und Grundbildung, Digitale Grundbildung sowie computerbasierte Förderung und Kompetenzdiagnostik. Ihre Dissertation wurde mit dem Promotionspreis der Sektion Medienpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft ausgezeichnet. Sie ist gemeinsam mit Prof. Karsten D. Wolf von der Universität Bremen Leiterin des Projektes „lea.online“, in dessen Rahmen ein computerbasiertes Förder- und Diagnoseinstrument für die Alphabetisierung und Grundbildung mit Berufsfeldbezug entwickelt wird.

Stefan SchampaulStephan Schampaul ist Diplom-Pädagoge und arbeitet als freiberuflicher Berater und Mediator. Nach über zwanzigjähriger Tätigkeit in der Bildungsmedienbranche gründete er 2016 das Büro für Beratung und Mediation. Bildungsunternehmen und -institutionen berät er zu den Themen Digitalisierung, Prozessorganisation und Kundenmanagement. Er entwickelt Konzepte für Konflikttrainings in Organisationen und vermittelt bei akuten Konflikten. Zu seinen Auftraggebern zählt unter anderem die telc gGmbH.
Digital competence – a goal and a tool for adult learning (Graciela Sbertoli)
Digital skills can make adult learning more flexible, motivating, relevant and efficient. But only if they are used within the right frames, with the right quality of didactic approach and under the leadership of really knowledgeable teachers and trainers. During the last decade we have seen many good examples of promising practice. During this workshop we will aim at identifying together what are the success criteria that characterize some of these examples.
© OeAD-GmbH/APA-Fotoservice/HörmandingerGraciela Sbertoli is currently the General Secretary of the European Basic Skills Network (EBSN), which she launched and whose Executive Committee she chaired until 2017. She has been involved in adult education since 1982, as a language teacher at high-school level and as Director of Research and Development at the Norwegian State Center for Adult Education (SRV). Graciela Sbertoli was Assistant Director at Vox, the Norwegian Agency for Lifelong Learning, Head of the Norwegian EPALE Support Service and represented Norway at EU level as National Coordinator for Adult Learning.
Digitale Badges als attraktive Form des Feedbacks (Prof. Dr. Peter Baumgartner)
Unter Badges wird der validierte Nachweis einer erworbenen Kompetenz verstanden. Badges werden in der digitalen Spielwelt schon lange verwendet. In den letzten Jahren wurden sie zunehmend auch für Bildungszwecke eingesetzt. Der pädagogisch-didaktische Nutzen von Badges ist aber durchaus noch umstritten. So werden Badges häufig bloß als extrinsische Motivation angesehen, die intrinsische Formen der Motivation wenig fördern und manchmal sogar behindern. Im Vortrag werden die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Badges zusammengefasst und ihre pädagogische Nutzung an einigen Fallbeispielen detailliert untersucht.
Peter BaumgartnerProf. Dr. Peter Baumgartner ist seit 2006 Professor für Technologieunterstütztes Lernen und Multimedia an der Donau-Universität Krems (Österreich). Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich eEducation, eLearning, interaktive Medien, technologiegestütztes Lernen, Muster des Lehrens und Lernens, wissenschaftliches Arbeiten und Web 2.0. Die Ergebnisse dieser Arbeiten wurden in zahlreichen Büchern und Artikeln publiziert, viele davon sind auf seinem Weblog „Gedankensplitter“ (www.peter.baumgartner.name) abrufbar. Hier veröffentlicht er auch Überlegungen zu eLearning und Didaktik.
17:30 Uhr – Vortrag von Dr. Rola Naeb:
Digital Literacy, Digital Competencies and the Common European Framework of Reference for Languages (CEFR )
In an increasingly technology-dependent environment, literacy has ceased to be about how to use printed and written information only. Adult language learners need to engage more and more with digital forms and practices for different purposes on a daily basis. In this talk, I will report on the ongoing project funded by the Council of Europe to design a framework below A1: The European Framework of Reference for Second language and Literacy: From non-literacy to A1 level. I will focus on the descriptors of digital competencies.
Rola NaebDr. Rola Naeb is a senior lecturer in Applied Linguistics and TESOL (teaching English to speakers of other languages) and the programme leader for the MA Applied Linguistics for TESOL at Northumbria University. Her main interests are in the field of technology and language learning by adults. Rola is one of six international experts funded by the Council of Europe to establish levels below A1 in the Common European Framework of Reference for Languages (CEFR).
18:30 Uhr – Gemeinsames Abendessen
20:00 Uhr – Abendprogramm:
Poetry Slam von Nektarios Vlachopoulos
Nektarios VlachopoulosNektarios Vlachopoulos ist Slampoet und Humorist und außerdem Deutschlehrer mit griechischem Integrationshintergrund. Er tritt seit März 2008 auf Literaturveranstaltungen zwischen Flensburg und Zürich auf. 2011 gewann er das große Finale der deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaft in Hamburg, 2012 die Rheinland-Pfälzische und 2015 die Baden-Württembergische Poetry Slam Meisterschaft.

Seine Texte zeichnen sich durch Geschwindigkeit, Präzision und absurden Humor aus. In seinem ersten Soloprogramm „Niemand weiß, wie man mich schreibt“ mischt er das Beste aus acht Jahren Bühnenerfahrung mit vergnüglichen Alltagsgeschichten und peinlichen Improvisationen.

„Nektarios Vlachopoulos spinnt. Echt nicht normal, wie der abgeht. Wie ein Nachrichtensprecher im Fast-Forward-Modus, nur lustiger. Und so spinnt er in einem fort, eine fein ziselierte Geschichte an die nächste. Mal geht’s um Rechtspopulismus, mal um mitgebrachte Rotweingläser bei der Studentenparty, mal um die Liebe, mal um morphogenetische Spektralbarometer. Wenn er dann den Rapper-Turbo zündet, muss man die Ohren in die Hand nehmen, um hinterherzukommen, so überfallartig purzeln die sorgsam formulierten Wortkaskaden aus ihm raus. Doch die Schnellsprecherei allein macht ihn nicht aus. Auch bei handelsüblichem Tempo hört man diesem einnehmenden Kerl mit den lustig hüpfenden Augenbrauen gerne zu. Weil er was zu sagen hat […]“.

Süddeutsche Zeitung, 30.06.2017

http://nektarios-vlachopoulos.de

Dienstag, 20. November 2018

09:00 Uhr – Begrüßungskaffee
09:15 Uhr – Vortrag von Dr. Alexis Feldmeier García:
Digitales Lernen in der Alphabetisierungs- und Grundbildungsarbeit
Die Alphabetisierungs- und Grundbildungsarbeit findet in Deutschland vorwiegend über institutionell organisierte Kursangebote statt. Diese Angebote (etwa im Falle der Integrationskurse mit Alphabetisierung) sollten dennoch nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass es nach wie vor nicht gelingt, eine große Anzahl von betroffenen Menschen zu erreichen. Mit Blick auf die kommenden Jahre wird es daher notwendig sein, über neue Wege nachzudenken und diese zu beschreiten. Digitale Lernangebote bieten sich hierbei als eine Möglichkeit an. Der Vortrag gibt einen Überblick über die verschiedenen Zielgruppen, schlägt didaktisch verwertbare Wege vor und weist auf Chancen und Grenzen der Verwendung digitaler Medien in der Arbeit mit zu alphabetisierenden Menschen hin. Aspekte wie Individualisierung, Lernerautonomie, Unterrichtsplanung usw. werden besprochen.
© Steffi BehrmannDr. Alexis Feldmeier García studierte und promovierte im Fach Deutsch als Fremd- und Zweitsprache an der Universität Bielefeld, wo er auch in der Lehrerausbildung für das Fach DaF/DaZ arbeitete. Zurzeit ist er an der Westfälischen Wilhelms-Universität in der Lehrerausbildung für den schulischen Bereich in der Deutschdidaktik tätig. Seine Arbeit hat einen Fokus u.a. auf Alphabetisierung und Individualisierung/Lernerautonomie. Feldmeier García hat im Auftrag des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) das Konzept für einen bundesweiten Alphabetisierungskurs entwickelt.
10:15 Uhr – Vortrag von HS-Prof. Dr. Thomas Strasser:
Ein Plädoyer für Blended Learning
© Andreas Barnabas Huber-MarxHS-Prof. Dr. Thomas Strasser unterrichtet Fremdsprachendidaktik und technologieunterstütztes Lernen/Lehren an der Pädagogischen Hochschule Wien. Er ist zudem als Lehrer*innenaus- und -fortbildner tätig und berät internationale Bildungseinrichtungen hinsichtlich eLearning. Strasser ist Autor und Gutachter verschiedener wissenschaftlicher Publikationen im Bereich Fremdsprachendidaktik, Social Media, ePortfolios und Mobiles Lernen, hat Schul- und Methodikbücher für den Englischunterricht verfasst und hält regelmäßig Vorträge im In- und Ausland.
10:15 Uhr – Parallele Workshops
WS 1 – Blended Learning mit dem vhs-Lernportal im DaZ- und Grundbildungsunterricht (Dr. Carina Jung, Inga Opitz)
Die neu entwickelten Kurse des vhs-Lernportals setzen das Rahmencurriculum für Integrationskurse und die DVV-Rahmencurricula „Schreiben“ und „Rechnen“ digital um. Sie sind auch mobil verfügbar und können sowohl als Selbstlernangebot als auch als Instrument für Blended-Learning-Kurse genutzt werden. Im Workshop erleben Sie das Portal selbst aus der Lerner-Perspektive und lernen Möglichkeiten für den Einsatz im Unterricht kennen. Dabei werden auch Erfolgsfaktoren, Chancen und Herausforderungen des digitalen Lernens thematisiert und die kostenlosen Schulungsangebote des DVV zum vhs-Lernportal vorgestellt.
Carina JungDr. Carina Jung ist Referentin im Projekt „Ich will lernen“ des Deutschen Volkshochschul-Verbands und beschäftigt sich mit der Konzeption und Durchführung von Schulungen in Präsenz- und Online-Formaten. Sie hat Romanistik, Komparatistik und Deutsch als Fremdsprache studiert und ihre Promotion im Fach Romanistik an den Universitäten Bonn, Paris und Florenz abgeschlossen. Währenddessen hat sie mehrere Jahre an der Universität Bonn sowie als Dozentin im Bereich DaF/DaZ unterrichtet.

Inga OpitzInga Opitz arbeitet als Referentin für Schulungen im Projekt „Ich will-Deutsch Lernen“ des Deutschen Volkshochschul-Verbands und ist für die Konzeption und Weiterentwicklung von Schulungsformaten und Unterrichtsmaterialien zuständig. Sie hat Germanistik, Lateinamerikanistik und Deutsch als Fremdsprache in Bielefeld und Berlin studiert und viele Jahre selbst Deutsch als Fremd- und Zweitsprache unterrichtet. Nach ihrem Studium war sie als Redakteurin und Produzentin für den Hörbuchverlag geophon sowie als Autorin für die E-Learning-Plattform Babbel tätig und hat als Konzepterin und Autorin für die Bildungsprogramme der Deutschen Welle gearbeitet.
WS 2 – Die Lernenden im Blick. Zielgruppenorientierter Medieneinsatz in Kursen der Grundbildung (Gianna Scharnberg, Thomas Unterholzer)
Der Workshop greift die Problematik auf, dass in Kursen der Grundbildung- und Alphabetisierung Personen mit sehr unterschiedlich ausgeprägter Mediennutzung und technischer Vorerfahrungen teilnehmen. Diese Kurse sollten deshalb die Voraussetzungen und Bedürfnisse der unterschiedlichen Nutzergruppen besonders berücksichtigen. Im Workshop werden wir diese Herausforderung diskutieren und anhand von Designmethoden wie Personas und User Journeys gemeinsam Ideen und erste Lösungen entwickeln. Die Teilnehmenden erhalten durch den Workshop konkrete Inspiration für ihre eigene Beratung und Konzeption.
© Klaus SchwartenGianna Scharnberg ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Teamleiterin der Arbeitsgruppe “Digitalisierung in der Erwachsenenbildung” am Learning Lab der Universität Duisburg-Essen. Sie arbeitet in verschiedenen Projekten zur mediendiaktischen Konzeption digitaler Lernangebote in der Beratung von Weiterbildungseinrichtungen. Ihr besonderes Interesse gilt der Gestaltung informeller Bildung und sozialer Lernformate.

© Julia MünzingerThomas Unterholzer ist als wissenschaftliche Mitarbeiter am Learning Lab der Universität Duisburg-Essen beschäftigt. Er arbeitet im Kooperationsprojekt ELIF an der Bedarfsanalyse, Konzeption und Evaluation des vhs-Ehrenamtsportals, einer Lernplattform für Ehrenamtliche in der Arbeit mit Geflüchteten. Er verfügt er aus einem Zusatzstudium und mehrjähriger Projekt- und Trainererfahrung im Bereich Design Thinking über wertvolles Wissen zur nutzerzentrierten Gestaltung.
WS 3 – Blended learning mit der vhs.cloud (Regina Eichen, Charlotte Karpenchuk)
Bei der Entwicklung und Durchführung von Blended Learning Kursen sind zwei Gelingensbedingungen zentral: 1) Präsenz- und Online-Inhalte müssen gut und ihrem jeweiligen Potenzial entsprechend miteinander verzahnt werden; 2) Lernräume sind so klar zu strukturieren, dass sie die Teilnehmenden orientieren, was wann und wie von Ihnen zu tun ist. In unserem Beitrag zeigen und diskutieren wir anhand konkreter Beispiele, wie Blended Learning Angebote mit der vhs.cloud konzipiert und erfolgreich umgesetzt werden können.
Regina EichenRegina Eichen leitet das Projekt „Erweiterte Lernwelten“ beim Deutschen Volkshochschul-Verband. Sie hat zuvor viele Jahre als Projektleiterin in Institutionen der außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung in den Arbeitsfeldern politische Bildung und Medienbildung gearbeitet. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit lag auf E-Learning, Gender und Diversity sowie europäischer und internationaler Zusammenarbeit. Sie verfügt über umfangreiche Erfahrungen in der Konzeption von Websites, Online-Lernumgebungen, Online-Lernspielen und Communities mit begleitenden Qualifizierungsangeboten für Pädagoginnen und Pädagogen.

Charlotte KarpenchukCharlotte Karpenchuk ist Referentin im Team „Erweiterte Lernwelten“ des Deutschen Volkshochschul-Verbands und gestaltet dort das Fortbildungsprogramm. Sie hat nach ihrem Lehramtsstudium Englisch in vielen Kontexten der Erwachsenenbildung unterrichtet und dabei zahlreiche Varianten des Blended-Learning ausprobieren können. Vor Ihrer Tätigkeit für den Deutschen Volkshochschul-Verband war sie am Sprachlernzentrum der Universität Bonn u.a. für das einheitliche Blended-Learning-Konzept der Sprachmodule verantwortlich und schulte die Lehrenden in der Nutzung der Plattform eCampus (ILIAS).
WS 4 – Einsatz digitaler Medien im Alphabetisierungsunterricht – Erfolgs- und Gelingensfaktoren (Doreen Nestler, Christina Noack)
Dieser Workshop soll die Teilnehmenden für verschiedene Schwerpunkte im Einsatz digitaler Medien in Alphabetisierungskursen sensibilisieren. Nach einem thematischen Input mit Beispielen aus der Unterrichtspraxis erarbeiten die Teilnehmenden zunächst Gelingensfaktoren sowie Rahmenbedingungen für den Einsatz digitaler Medien im Alphabetisierungsunterricht. Auf Grundlage dieser ersten Arbeitsergebnisse erstellen die Akteur*innen im Feld (Kursleitende, Institutsleitende, Fachbereichsleitungen, Sozialarbeiter*innen etc.) eine Übersicht der zu berücksichtigenden Bedingungen für den gewinnbringenden Einsatz digitaler Medien in der Alphabetisierungsarbeit.
Doreen NestlerDoreen Nestler ist als Projektkoordinatorin und Dozentin im „Leipziger Lehrgang für DaZ-Lehrkräfte in Alphabetisierungskursen“ am Herder-Institut der Universität Leipzig tätig. Darüber hinaus ist sie als freie Mitarbeiterin an der Entwicklung eines Einführungskurses ins deutsche Schriftsystem im vhs-Lernportal beteiligt und arbeitet als Prüferin für den Deutsch Test für Zuwanderer. Sie ist Mitautorin verschiedener Publikationen sowie Miterstellerin von Curricula im Bereich DaZ-Alphabetisierung und war für die Lehrmittelherausgabe beratend tätig.
Christina NoackChristina Noack ist als Projektkoordinatorin und Dozentin im „Leipziger Lehrgang für DaZ-Lehrkräfte in Alphabetisierungskursen“ sowie in der berufsbegleitenden Weiterbildung DaZ an der Universität Leipzig tätig. Sie ist ebenfalls Mitarbeiterin in der wissenschaftlichen Ausbildung für Lehrkräfte DaZ. Parallel ist sie als freie Mitarbeiterin an der Entwicklung eines Einführungskurses ins deutsche Schriftsystem im vhs-Lernportal beteiligt und arbeitet als Prüferin für den Deutsch Test für Zuwanderer. Sie ist Mitautorin verschiedener Publikationen im Bereich DaZ.
WS 5 – Online Tutorieren – Neue Perspektiven für die Unterrichtspraxis (Claudia Burkhardt, Maike Steils)
In Blended Learning-Formaten übernehmen Kursleitende die Begleitung von Lernenden auch in Online-Phasen des Kurses. Im Workshop beschäftigen wir uns mit der Rolle und den Aufgaben von Online-Tutor*innen und analysieren, welche Herausforderungen diese neue Tätigkeit mit sich bringt. Dabei erhalten wir Einblick in die Arbeit einer Tutorin des vhs-Lernportals und erörtern gemeinsam, was eine erfolgreiche Online-Kommunikation ausmacht, wie Online-Tutor*innen die Motivation ihrer Lernenden aufrecht erhalten können und wo die Grenzen des Online-Tutorierens liegen.
Claudia BurkhardtClaudia Burkhardt ist Referentin im Projekt „Ich will Deutsch lernen“ des Deutschen Volkshochschul-Verbands und beschäftigt sich mit Redaktion, Konzept- und Curricula-Entwicklung für das neue vhs Lernportal, sie entwickelt begleitende Lehr- und Lernmaterialien für unterschiedliche Niveaustufen, konzipiert Schulungen und betreut die DVV-Tutoren. Zuvor war sie viele Jahre lang Fachbereichsleiterin für Sprachen und Integration an verschiedenen Bildungseinrichtungen, Online-Autorin, Online-Redakteurin sowie Multiplikatorin für das Portal „ich-will-deutsch-lernen.de“.
Maike SteilsMaike Steils ist Diplom-Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin und hat an der Universität Köln im Masterfach Erwachsenenbildung/Weiterbildung studiert. Zuletzt verfasste sie ihre Masterthesis über das Wissen und Können von Online-Tutoren in der Grundbildung am Beispiel des Lernportals „ich-will-lernen.de“.
WS 6 – FC-Sprint² approach – High expectations and the role of Digital Media (DigLin+) in language learning (Jan Deutekom)
This workshop introduces to a successful approach for literacy training in Dutch as a second language. The approach is aiming at giving students enough interactive “resources” to meet high expectations set by the teacher. This gives learners many more opportunities to learn and work with specific goals through digital media. It also means teachers should take on a fundamental different role.
Please bring you own devices (Laptop, tablet with browser Firefox or Chrome resp. iPad)!

*DigLin+ stands for “Digital Literacy Instructor” and is a learning environment for illiterate students learning Dutch up to level A2.

Jan DeutekomJan Deutekom is a developer of interactive resources to help students learn. He was involved in building LærdanskABC for Danish language schools and FC-Sprint² for literacy training in Dutch as a second language. The FC-Sprint² approach became the base for the European Diglin project to develop software for literacy training in English, Dutch, Finnish and German. Moreover, Jan laid down his approach to successful interactive literacy training in his book “FC-Sprint² – Learning without Borders”.
WS 7 – Go digital! Mit einfachen Mitteln den Unterricht digitaler gestalten (Ralf Klötzke)
Die Möglichkeiten digitale Medien im Unterricht einzusetzen sind in der Theorie vielfältig. Die Praxis sieht für viele Kursleitende jedoch oft ganz anders aus: Eine fehlende technische Ausstattung, die Angst, digital nicht fit genug zu sein und der Mangel an didaktischen Konzepten schrecken häufig davor ab, den ersten Schritt hin zum digital(er) gestalteten Unterricht zu wagen. Der Workshop beschäftigt sich mit eben diesen Befürchtungen und Problemen und sucht gemeinsam mit den Teilnehmenden Antworten und Lösungsansätze für einen einfachen Einsatz von digitalen Lernmedien im Unterricht. Dabei werden die Vorteile des digitalen Lernens beleuchtet, das Konzept BYOD (Bring your own device) unter die Lupe genommen und didaktisch sinnvolle Einsatzszenarien im DaZ-Unterricht aufgezeigt.
Ralf KloetzkeRalf Klötzke ist Lehrerfortbilder und Lehrer für Deutsch als Fremdsprache. Er arbeitete als Unterrichtsexperte für das Goethe-Institut in Kroatien sowie als DaF-Lehrer in Ungarn und den Niederlanden. Schwerpunkte seiner Workshops sind der Einsatz digitaler Medien im Fremdsprachenunterricht, Sprachanimation und Landeskunde.
WS 8 – Digitale Medien im Sprachunterricht: von der Idee zum Konzept (Dr. Tamara Zeyer)
Digitale Medien sind seit langem keine Innovation mehr für den Sprachunterricht. Sie werden von vielen Kursleitenden jedoch sehr unterschiedlich genutzt und eingeschätzt. Im Workshop werden das Potenzial digitaler Medien besprochen und Konzepte zum Einsatz digitaler Medien im Sprachunterricht entwickelt. Anhand von Daten aus einem Forschungsprojekt wird exemplarisch gezeigt, was DaF- und DaZ-Lernende hinsichtlich des Medieneinsatzes erwarten und welche Konsequenzen dies für den Einsatz digitaler Medien in der sprachlichen Förderung und Integration hat. Anschließend wird darüber diskutiert, wie Konzepte digitalen Lernens in den Arbeitskontexten der Workshopteilnehmenden realisiert werden können.
© Inga IvanovskaDr. Tamara Zeyer ist als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Justus-Liebig-Universität Gießen tätig. Sie hat mehrjährige Unterrichtserfahrung im DaF-Bereich. Darüber hinaus bietet sie Fortbildungen für DaF-Lehrende im Ausland an und leitet Seminare im Rahmen von Weiterbildungskursen der Hessischen Lehrkräfteakademie. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Grammatikvermittlung mit digitalen Medien sowie Konzeption und Entwicklung digitaler Materialien zum Fremdsprachenlernen.
11:45 Uhr – Vortrag mit anschließender Podiumsdiskussion:
Der Europäische Referenzrahmen für die Digitale Kompetenz Lehrender (DigCompEdu) in der Erwachsenenbildung (Dr. Christine Redecker)
Digitale Medien können helfen, neue Bildungswege und -formate zu entwickeln und erschließen. Dies setzt allerdings voraus, dass die Lehrenden sich für diese Formate öffnen und aktiv ihre digitale Lehrkompetenz entwickeln. Der Europäische Rahmen für die digitale Kompetenz Lehrender (DigCompEdu) möchte Lehrende an Schulen, Hochschulen und in der Erwachsenenbildung darin unterstützen, ihre digitale Kompetenz zu verstehen und weiter zu entwickeln. Dabei geht es ausdrücklich nicht um technische Fähigkeiten und Fertigkeiten. Vielmehr zeigt der Kompetenzrahmen auf, wie digitale Technologien zur Verbesserung und Innovation von Bildung und Weiterbildung eingesetzt werden können.
Christine RedeckerDr. Christine Redecker arbeitet seit 2008 als Research Fellow an der Gemeinsamen Forschungsstelle (JRC) der Europäischen Kommission in Sevilla. Ihre aktuelle Arbeit konzentriert sich auf die Entwicklung des Europäischen Rahmens für die digitale Kompetenz Lehrender (DigCompEdu). Zu ihren früheren Forschungsarbeiten gehören ein Projekt zu Learning 2.0, eine Studie zur Zukunft des Lernens und eine Untersuchung zu eAssessment. Christine Redecker hat in Philosophie promoviert und war mehrere Jahre als Lehrerin in der Sek. I und II sowie als Dozentin in der Lehreraus- und -weiterbildung tätig.
13:00 Uhr – Mittagsimbiss
13:45 Uhr – Kurzpräsentationen: Spot on: Einblicke in die Praxis digitalen Lernens
15:15 Uhr – Schlusswort
15:30 Uhr – Abschiedskaffee
Das Tagungsprogramm finden Sie hier als PDF-Datei – optimiert für den Ausdruck auf A4-Format.